Leben mit ALS - Klient Bernd aus Wuppertal
wird zu Hause gepflegt

45 Jahre sind Doris und ihr Mann Bernd schon verheiratet. Für Doris war es daher selbstverständlich, Bernd nach seiner Diagnose nach Hause zu holen. Dieser erhielt 2019 die Diagnose Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Nach einem Krankenhausaufenthalt und der Pflege durch verschiedene ambulante Pflegedienste wird er jetzt durch die bipG VOR ORT im eigenen Zuhause in Wuppertal versorgt. Doch der Weg bis hierhin war nicht leicht.

Eine schwierige Diagnose

Schon im Jahr 2015 haben sich bei Bernd die ersten Symptome gezeigt, erzählt Doris. Sie fuhren von einem Arzt zu nächsten, bis in die Uniklinik Hessen, wo die Diagnose ALS erstmals ausgesprochen wurde. Keine leichte Diagnose für den ehemaligen Fernfahrer, der eigentlich bald in Rente gehen und noch mit seiner Frau europaweit verreisen wollte. Im Krankenhaus wurde Bernd Anfang 2019 dann das Tracheostoma gelegt. Aktuell muss Bernd künstlich ernährt und regelmäßig abgesaugt werden. Er ist auf den Rollstuhl angewiesen und muss auch mobilisiert werden. Aufgrund der vielen Operationen hat er anfangs sehr viel abgenommen, meint Doris. Heute habe Bernd sich aber wieder zumindest davon wieder erholt.


Bernds Weg zur bipG VOR ORT war steinig

Nach seinem Aufenthalt im Krankenhaus 2019 lebte Bernd eine Zeit lang in einer Beatmungs-WG. Doch Doris wollte ihren Mann unbedingt nach Hause holen. „Die Grundausstattung dafür ist aber sehr komplex, damit musste ich mich erstmal auseinandersetzen.“ Nachdem die technischen Geräte vorhanden waren, suchte Doris nach einem geeigneten Pflegeteam und fand dieses vorerst auch. „Aufgrund einer Insolvenz konnten diese aber nicht lange bei uns bleiben.“ Es folgten viele negative Erfahrungen mit anderen ambulanten Pflegediensten, die Doris noch heute sehr belasten. Im Juni 2022 folgte dann die Übernahme durch die bipG VOR ORT und die beiden sind sehr glücklich, dass jetzt endlich alles ihren Vorstellungen entspricht.

Endlich angekommen: Hochwertige Pflege durch die bipG VOR ORT

Besonders schön zu sehen ist es, wie Bernd durch die bipG VOR ORT neuen Lebensmut fassen konnte.
„Hier passt alles, wir sind endlich angekommen.“ Zur Übernahme im Juni gab es sogar ein kleines Willkommensgeschenk, das ganz nach Bernd Geschmack war: Einen BIPGruppen-Fußball! Ihr Mann habe durch die Versorgung jetzt neuen Lebensmut gefasst, berichtet Doris.
Was Doris an der bipG VOR ORT besonders schätzt ist, dass wir uns um Vieles kümmern: „Wenn mal Urlaubszeit ist oder jemand krank wird, dann ist sofort ein Ersatz da.“ Das bewiesen wir auch, als einer von Bernds Ärzten in Rente ging. Wir kümmerten uns schnellstmöglich um Ersatz, und ließen Doris in dieser Situation nicht alleine. „Die bipG VOR ORT ist oft bei uns und guckt wie es ihrem Klienten geht“. Ihr Mann verstehe sich sehr gut mit dem Pflegeteam. „Er mach viel Blödsinn“ berichtet Doris lachend. Wer mit Bernd arbeiten möchte, sollte also gerne lachen und seinen Humor verstehen, denn Familie, Freunde und Pfleger*innen veräppelt der Wuppertaler nur zu gerne.

Pflegekräfte in Wuppertal gesucht – Bernd hat noch Plätze frei

Doris weiß natürlich genau, über welche Themen man sich stundenlang mit Bernd unterhalten kann und was eine mögliche Pflegekraft mitbringen sollte. „Man sollte viel Spaß verstehen“, weiß Doris. Aber auch jemand, der viel rum kommt und gerne reist, würde gut passen. Bernd ist als ehemaliger Fernfahrer auch gerne viel unterwegs gewesen und spannende Reiseberichte machen ihm daher besonders viel Freude. Aber auch Fußball und LKWs sind Themen, mit denen man Doris’ Mann schnell begeistern kann. Bernd hat eben viele Leidenschaften, aber der Fußball steht für ihn ganz weit oben: „Ganz besonders der 1. FC Union Berlin“ erzählt Doris. Die Spiele könne sich ihr Mann stundenlang im Fernsehen angucken.

Zuhause ist Familie

Doris ist es wichtig, ihren Mann bei sich zu haben und so viel Zeit wie möglich mit ihm zu verbringen. „Er ist nicht alleine und der hat seine gewohnte Umgebung und das find ich gut.“ Doris kann deshalb allen, die einen intensivpflegebedürftigen Angehörigen haben, die 1:1 Pflege nur empfehlen. So kann man die geliebte Person in die gewohnte Umgebung zurück holen und sie wieder stärker in den Familienalltag integrieren. „Das würd ich mir für alle ALS Patient*innen und MS Patient*innen wünschen: Dass sie nach Hause in ihre Familie kommen und sich wohlfühlen können.“

Wir wünschen Bernd und Doris alles Gute für die Zukunft und hoffe, dass wir sie mit unserer Pflege weiterhin so gut versorgen können.