Seine Klient*innen liegen ihm am Herzen: Für unsere Pflegefachkraft Boleslaw bedeutet Pflege mehr als einfach nur die medizinische Versorgung. Für ihn steckt viel mehr dahinter und deshalb hilft er, wo immer er auch kann. Durch den geringen Personalschlüssel in unseren Intensivpflege-Wohngemeinschaften kann er das auch ohne viel Stress machen.

Mehr als eine Pflegekraft

Seine Klient*innen liegen ihm am Herzen: Für unsere Pflegefachkraft Boleslaw bedeutet Pflege mehr als einfach nur die medizinische Versorgung. Für ihn steckt viel mehr dahinter und deshalb hilft er, wo immer er auch kann. Durch den geringen Personalschlüssel in unseren Intensivpflege-Wohngemeinschaften kann er das auch ohne viel Stress machen.

Es war ein langer Weg bis in die Intensivpflege

Boleslaw ist examinierter Krankenpfleger und hat seine Ausbildung ursprünglich in Polen direkt nach seinem Abitur gemacht. Weil die Situation auf dem Arbeitsmarkt dann nach seinem Abschluss sehr schwierig war und es nicht genug Arbeitsplätze gab, studierte er noch Geschichte, lernte Deutsch und arbeitete dann weiter in der Pflege. Seine Arbeit sorgte dafür, dass er viel herumkam. Als Polen 2004 EU-Mitglied wurde, entschloss sich der 47-Jährige dazu, den Beruf zu wechseln und arbeitete in Österreich als Betreuer. 2001 kam er schließlich nach Deutschland, nach einem Jahr in München fand er schließlich sein neues Zuhause in Köln. Jetzt arbeitet er auch wieder als Pflegekraft.

Endlich mehr Zeit für die Pflege

In den vielen Jahren, in denen Boleslaw in der Pflege arbeitete, sammelte er auch ganz unterschiedliche Erfahrungen. Jetzt, in der Intensivpflege Wohngemeinschaft in Bonn, ist er sehr zufrieden. Denn: „Hier ist es ist es sympathischer als in einem Pflegeheim. Dort ist man arbeitstechnisch einfach immer überfordert.“ Vorher musste er als Pflegefachkraft auch Probleme lösen, die eigentlich gar nichts mit seiner eigentlichen Arbeit zu tun hatten und ihn auch von der Pflege abhielten. So kam es öfter vor, dass Pflegepersonal angeklingelt wurde, weil sich Klient*innen nicht einigen konnten, ob das Fenster geöffnet oder geschlossen sein sollte.
In der Intensivpflege-Wohngemeinschaft gehören solche Konflikte der Vergangenheit an, denn hier hat jeder ein eigenes Zimmer. Außerdem gibt es einen deutlich geringeren Personalschlüssel als in Altenheimen oder Krankenhäusern (1:3). Auch durch den Einsatz in 12-Stunden-Schichten bleibt viel Zeit für eine intensive Pflege der Klient*innen, Unternehmungen und Gespräche.

„Das ist einfach meine Natur“

Doch Boleslaw sieht sich selbst nicht nur als reine Pflegefachkraft. Durch seine Erfahrung als Betreuer unterstützt er seine Klient*innen nicht nur bei medizinischen Dingen, sondern hilft überall, wo er kann. „Das ist einfach meine Natur“, sagt der 47-Jährige. Wenn also Angehörige Hilfe beim Um- oder Einräumen der Möbel benötigen, packt er gerne mit an. „Wir könnten theoretisch sagen: Das ist nicht unsere Aufgabe. Aber wir helfen dann trotzdem, und das sehr gerne.“

Wir danken Boleslaw für zwei Jahre bei der bipG VOR ORT und freuen uns auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit.

Boleslaw versorgt in unserer Wohngemeinschaft in Bonn unter anderem unseren Klienten Wolf-Ulrich (s. Foto). Wenn Sie mehr über Wolf-Ulrich und seinen Alltag in der Intensivpflege-WG erfahren wollen, empfehlen wir Ihnen unseren Blogpost „Es ist hier wie zuhause“.